Der Naturpark Alt Pirineu


Der Naturpark Alt Pirineu wurde durch Erlass 194/2003 vom 1. August gegründet. Er befindet sich den Landkreisen Pallars Sobirà (Spanien) und im Norden von l'Alt Urgell (Spanien). Mit seinen 69850 Hektar ist dieser Naturpark der größte in Katalonien (Spanien) und in seinen Bergketten befinden sich die höchsten Gipfel des Landes.

Durch seine doppelte Rolle als natürlicher Schutzraum und traditionelles Nutzgebiet konnten die natürlichen und kulturellen Werte des Parks erhalten bleiben. Seine Leitung und Verwaltung sind auf die nachhaltige Entwicklung des Gebiets ausgerichtet.

Naturwerte

Die Komplexität der Landschaft, ihre Verschiedenartigkeit und Ausdehnung sowie unterschiedliche Höhenlagen erklären die große Bandbreite an geologischen Strukturen, die Vielfalt der Ökosystemen und Lebensräumen der Gemeinschaften von Pflanzen und anderen Spezies in den katalanischen Pyrenäen.

An erster Stelle sind die Gebiete von höchstem geologischem und insbesondere geomorphologischem, hydrologischem und hydrogeologischem Interesse zu erwähnen. Als Beispiel können der Estany de Certascan, der größte Eissee Kataloniens, angeführt werden wie auch die Felswände der Cigalera de l’Obaga de Valeran (oder Jean Paul Larrégola) mit dem tiefsten Abgrund auf katalanischem Gebiet mit einer Tiefe bis zu –320 m und einer Ausdehnung von 365 m. Dort befinden sich unschätzbare Naturwerte wie ein unterirdischer See und mehrere riesige Hallen und Galerien, die der Bruchlinie des geologischen Materials folgen.

Von der bedeutenden Anzahl einzigartiger Pflanzenarten stehen neun unter strengstem Schutz. Fast alle Arten von im Park vorhandenen Habitats sind nach der Richtlinie 92/43/CEE von gemeinschaftlichem Interesse und einige davon sogar Schutzgebiete erster Priorität. Aus diesem Grund wird ein Teil des Gebiets in die Xarxa Natura 2000 einbezogen. Ebenso sind die zahlreichen Verweise auf kleinere Laubmischwaldgebiete in Katalonien hervorzuheben wie beispielsweise der Bestand an Moorbirken (Betula pubescens), Buchen- und Tannenwäldern.

Ein Beweis für die außerordentliche Bedeutung der Tierwelt ist die Zahl der teilweise bedrohten Wirbeltiere sowie der Populationen, die in Anhang 4 der Richtlinie 92/43/CEE und in Anhang 1 der Richtlinie 94/409/CEE erfasst sind.

Der hervorragende Erhaltungszustand dieser Gebiete ist ein weiterer Beleg für den allgemeinen Wert des Parks.

Kulturelle Werte und menschliche Aktivität

Einer der wichtigsten Schätze dieses Gebiets ist das umfangreiche archäologische und architektonische Erbe, das seinen größten Ausdruck in den Beispielen romanischer Kunst findet. Diese sind auch in den Dörfern außerhalb des Naturparkgeländes zu finden, in jedem Fall jedoch außerordentliche Beispiele für den bedeutendsten Besitz an religiöser Kunst (Altarbilder, Schnitzereien, Goldschmiedearbeiten, usw.) des Mittelalters und des Barocks in den Pyrenäen.

In diesem Gebiet kommt der Verbindung zwischen kulturellen Werten, wirtschaftlicher Tätigkeit und Naturwerten größte Bedeutung zu. Die traditionellen Tätigkeiten des Primärsektors sowie die Jahrhunderte lange Nutzung der natürlichen Ressourcen, insbesondere der Viehzucht ermöglichten Existenz, Fortbestand und Erhalt eines Großteils der ökologischen und landschaftlichen Werte , die zur Gründung des Naturparks führten.

Andererseits ist mit das bezeichnendste Merkmal für die Vorgehensweisen und die Beziehung der Dörfer in dieser Region mit ihrer Umgebung, das sich heute bestimmend durch die gesamten Verwaltungsbereiche des Parks zieht, das Gemeineigentum der Dorfbewohner - die so genannten „comuns“. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Hochgebirgswälder oder -weiden und die natürlichen Ressourcen, die aus ihren gewonnen werden. Diese Dorfgemeinschaften der sekundären Täler sind gesetzlich zu ihrer Nutznießung berechtigt, haben aber oftmals Schwierigkeiten, ihre traditionellen Tätigkeiten weiter zu verfolgen. Hingegen werden diese Räume immer mehr von der Gesellschaft im Allgemeinen geschätzt.

Eine andere Form des Gemeinschaftsbesitzes sind die „Eigentümer- oder Anwohnergesellschaften“ im Sinne eines Mehrpersonenprivateigentums.

Die Kenntnis aller dieser kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte ist grundlegend nicht nur für die ordnungsgemäße Verwaltung des Parks, sondern weil sie an sich schon das Ziel der Erhaltung und Förderung des Parks sowie der zugehörigen Öffentlichkeitsarbeit sind.

Information zur Verfügung gestellt von:

Parc Natural de l'Alt Pirineu
C/ de la Riba, 1 
25595 Llavorsí
Tel.: 973 62 23 35
Fax: 973 62 20 70
pnaltpirineu@gencat.cat
http://parcsnaturals.gencat.cat/altpirineu

Centre de Visitants dels Parcs Naturals de l'Alt Pirineu i el Cadí-Moixeró
Av. Valls d'Andorra, 33
25700 La Seu d'Urgell
Tel.: 973 36 09 54
E-mail: pnaltpirineu@gencat.cat






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