Das Kloster von Sant Bartomeu von Bellpuig


Das Kloster von Sant Bartomeu von Bellpuig (L'Urgell) wurde im Jahre 1507 von Ramon de Cardona-Anglesola, Baron von Bellpiug und Vizekönig von Neapel und Sizilien gegründet. Cardona richtet ein Gesuch an Papst Julius II. zum Bau eines Franziskanerklosters an der Stelle der ehemaligen Kapelle des Sant Bartomeu. Es wurde während der Aufhebung der Lehensrechte im Jahr 1835 verlassen. Im Jahre 1899 richteten dort die Paulaner ihr Priesterseminar ein. Im Jahre 1990 wurde es der Generalitat de Catalunya übergeben.

Das Kloster ist zweifellos ein außergewöhnliches Beispiel für den Übergang von der Gotik zur Renaissance. Der zweite Kreuzgang ist sein herausragendstes und am meisten charakteristisches Bauelement: der Innenhof besteht aus drei Ebenen. Die ersten beiden aus dem 16. Jahrhundert und die dritte wurde Anfang des 17. Jahrhunderts hinzugefügt. Die zweite Galerie ist sehr originell und findet in Katalonien nicht ihresgleichen. Sie besteht aus zehn schraubenförmig verflochtenen Holzsäulen, mit Kapitellen und niedrigen kleinen Bögen als ebenfalls verdrehte und verflochtene Verlängerung der Holzsäulen. Im Zentrum des Kreuzgangs befindet sich ein reich verzierter Renaissancebrunnen mit runder Umrandung.

Hervorzuheben ist auch die Haupttreppe, das Waschbecken im Refektorium, der Kapitelsaal (auf den beiden ersten Schlusssteinen sind auf Medaillons die Bildnisse der Gründer des Klosters zu sehen), der Tabernakel in der Sakristei, die offene Wendeltreppe sowie an der Nordfassade der Mirador del Duc, der Renaissance-Erker des Herzogs vom Anfang des 17. Jahrhunderts.

In der Kirche befindet sich das Mausoleum des Gründers, das von seiner Witwe, Elisabet de Pequesens bei dem neapolitanischen Bildhauer Giovanni Merliano da Nola in Auftrag gegeben wurde. Dieser baute es zwischen 1524 und 1530 aus weißem Carraramarmor und anschließend wurde es Stück für Stück zu Land und Meer bis zur Klosterkirche transportiert, wo der Körper des Vizekönigs am 15. März 1531 bestattet wurde. Am 11. Mai des Jahres 1842, ein Jahr nach der Aufgabe des Klosters wurde er zur Pfarrkirche von Sant Nicolau de Bellpuig verlegt. Das Bauwerk wurde 2. Dezember 1925 zum Kulturdenkmal erklärt.

Die Grabstätte (10,90 x 5,50) (nach dem in der Renaissance in Italien sehr verbreiteten Vorbild) symbolisiert den Sieg über den Tod anhand des von dem Helden aufgrund seiner Eigenschaften und Taten erreichten Ruhms. In der komplexen Ikonographie sind religiöse Elemente mit allegorischen und mythologischen Motiven in Anspielung auf die Persönlichkeit des Toten vermischt. Die Qualität der zahlreichen figurativen und ornamentalen Elemente, welche die architektonisch bestimmenden Elemente überlagern, macht den Komplex zu einem der besten in Katalonien vorhanden Renaissancebauwerke.

Information bereitgestellt von:

Convent de Sant Bartomeu
Ctra. de Belianes, s/n
25250 Bellpuig
Tel.: 973 32 02 92
http://bellpuig.ddl.net





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