La Vall de Lord liegt im Pyrenäenvorland (Spanien), im Norden des Landkreises El Solsonès (Spanien)
und umfasst die Gemeinden Sant Llorenç de Morunys, la Coma sowie la Pedra und Guixers.
Seine geographischen und landschaftlichen Eigenschaften bilden ein von einem schönen Bergmosaik umgebenes Naturtal. Im Norden liegt durch den Pass Coll de Port mit der majestätischen Gebirgskette
Serra del Verd verbunden der weitläufige Gebirgszug Serra de Port del Comte mit dem höchsten Gipfel der Umgebung, dem
Pedró dels Quatre Batlles (2.283 m) sowie dem Forat de la Bòfia aeiner alten Eisgrube, die in früheren Zeiten abgebaut wurde. Im Westen liegen die Gebirgszüge
Serra de Mitges i Pratformiu, im Süden die Serra de Busa, Els Bastets, Les roques und
La mola de Lord mit ihren hohen, senkrechten Sedimentgesteinwänden.
Das gesamte Tal liegt eingeschmiegt zwischen zwei Flüssen: dem Cardener mit Ursprung in La Coma und dem
Aigua de Valls, der durch das Gebiet von Guixers fließt.
Sant Llorenç de Morunys eist mit seinem erhaltenen ummauerten Kern der größte Ort und dort bündeln sich sämtliche Dienstleistungen des Tals.
La Coma i la Pedra sind zwei Siedlungen, die eine Gemeinde bilden und von Quellen und Jahrhunderte alten Eichenwäldern umgeben sind.
Guixers ist die Gemeinde mit der größten Flächenausdehnung des Tals, in der die Bevölkerung in Masies verstreut lebt.
Auf den verschiedenen Höhen der Gebirge lebt eine reichhaltige und vielfältige Pflanzen- und Tierwelt in den Wäldern und Flüssen. Ganz oben gibt es Rotkiefern und Tannen; weiter unten Flaumeichen und am Fuß der Felswände und auf einem Untergrund aus Sedimentgestein Steineichen, Buchen, Weißdorn, die immergrüne Wildrose sowie eine große Vielfalt an Duft- und Heilpflanzen.
Die Wälder sind reich an Pilzen und dort ist auch gastronomisch so hoch geschätzte Juwel, die Trüffel, zu finden.
In der Tierwelt sind der Uhu, die Gemse, die Ginsterkatze, das Wildschwein, der Steinadler, der Gänsegeier, das Rotkehlchen und viele andere mehr zu erwähnen.
Das Tal zeichnet sich durch die zahlreichen Quellen aus, die auf allen Strecken zu finden sind. Das Wasser einiger davon hat heilmedizinische Eigenschaften. Andere werden von den Bewohnern des Landkreises für den täglichen Konsum sehr geschätzt.
Einige der besten Rundblicke sind vom Codó aus möglich, von der Ebene der Gnadenkapelle von Lord, der Aussichtsplattform im Wald des Gebirgszugs der Serra al Port del Comte, sowie von der Ebene von Busa i Pratformiu aus.
Das Vall de Lord bietet breitgefächerte Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Die moderne Alpinskistation
des Port del Comte auf Gemeindegebiet von La Coma und La Pedra ist einer der
Hauptanziehungspunkte für Liebhaber des weißen Sports. Der Materialverleih, Skischule, Kindergarten, Unterbringung
oder Verköstigung tragen zu einem genussvollen Aufenthalt bei. Nur wenige Kilometer weiter wird die Möglichkeit zum
Skilanglauf auf den Pisten von Tuixent-La Vansa geboten.
Für Mountainbikefreunde gibt es ein BTT-Zentrum mit sämtlichen Leistungen und entsprechend ausgeschilderten Routen, die durch unvergleichliche Orte führen. Wer die Ruhe vorzieht findet eine gute Möglichkeit, das Gebiet bin in die verborgensten Winkel zu entdecken über die große Vielfalt von Routen wie die
GR 7, GR 1 oder den "Weg der guten Menschen",
der auf den Spuren der Katharer aus dem Süden Frankreichs kommt.
La VDarüber hinaus bietet das Tal aufgrund seiner bergigen Eigenschaften die Möglichkeit für andere Sportarten wie
Klettern, Canyoning, Gleischirmfliegen, Jagd, Angeln, usw.
Weiterhin eröffnet der Stausee Llosa del Cavall weitere neue Möglichkeiten.
Die dokumentierte Geschichte des Vall de Lord reicht bis ins 9. Jahrhundert in die Zeit des Guifré el Pelós zurück. Von damals bis jetzt ist eine große Vielfalt an kulturellen Spuren und Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen erhalten.
Ein Beispiel ist die Pfarrkirche von Sant Llorenç de Morunys,
die einen Besuch wert ist. Als weiterer Bezugspunkt ist die Kapelle von Lord,
deren Geschichte aus dem Tal nicht wegzudenken ist, da sie ihm seinen Namen gab.
Die zahlreichen romanischen Kirchen, die auf dem Gebiet von La Coma, La Pedra und Guixers errichtet wurden sind von besonderer Bedeutung.
Sant Serni de la Pedra, Sant Lleïr de Casavella, Sant Serni del Grau, Santa Creu d’Ollers sowie Sant
Martí de Guixers sind weitere Beispiele.
Ein architektonisches Hauptwerk aus dem 11. - 12. Jahrhundert ist die romanische Brücke von Vall-llonga. |