Der Montsec


Der Ursprung des Montsec wird an seinem Profil sehr deutlich und ist in seinem Kern immer noch erhalten. Vor 200 Millionen Jahren war der Gebirgsrücken der Serra de Montsec ein Meerbecken. Der Lauf der Zeit und die Naturkräfte schoben, falteten und erhoben die Sedimente und führten zum heutigen Aussehen. Mit einer Höhe von 1676 m ist der Montsec das lebendige Erbe eines Gebiets, in dem die Zeit und die Geschichte bei jedem Schritt zu sehen sind.

Vegetation

Durch seinen Ursprung und die unterschiedlichen Klimaverhältnisse ist der Montsec ein außergewöhnlicher Naturraum mit großem botanischem Reichtum. Die eigentümliche Ausrichtung des Gebirgsrückens ist der Grund für die unterschiedlichen Umgebungen mit einer Vegetation wie in Sibirien im Norden und wie am Mittelmeer im Süden.

Im Montsec können die Höhenunterschiede an den Felswänden bis zu 500 m betragen. In dieser Umgebung findet man sogar Pflanzen wie die Binse, die Königskrone sowie einige endemische Pflanzenarten wie die nur hier vorkommende Petrocopis Montsincciana.

Im Montsec gibt es fünf gewaltige Baumarten von nationalem Interesse: 

  • Die Portugiesische Eiche in Àger
  • Die Corb de Montardit-Eiche in Àger
  • Die Cal Penjat - Steineiche in der Baronie von Rialb
  • Der Küsten-Stech-Wacholder in Castell de Mur
  • Die Pelleu - Steineiche in Isona und Conca Dellà

Fauna

Die große botanische Vielfalt und die Unterschiedlichkeit der Lebensräume tragen zur wertvollen Tierwelt des Montsec bei. Spezies aller Arten leben in einem Habitat zusammen, was durch den Überfluss an Sonne und Wasser erst ermöglicht wird.

Im Montsec gibt es zwei Orte, an denen die Fauna unter besonderem Schutz steht:

Das Tierreservat Sant Llorenç de Montgai

Seine 468 Hektar in den Gemeinden von Camarasa und Os de Balaguer umfassen den Partidor de Gerb und den Stausee Sant Llorenç. In diesem Gebiet sind sehr seltene Arten wie der Bartgeier und der Auerhahn zu finden.

Das Naturteilreservat von Noguera Ribagorçana-Mont Rebei

Es erstreckt sich 11 km entlang des Flusses und wurde aufgrund des Fischotters, eines Wasserraubtiers, zum Naturreservat erklärt.
Die Felswände und Abgründe des Gebirgsrückens bieten den Tag und Nacht jagenden Raubvögeln wie Wanderfalke, Geier und Steinadler Zuflucht ...
Der Wasserreichtum der Gegend führte zu einer bedeutenden Anzahl von Wassertieren, beispielsweise Vogelarten wie Grünhalsente, Schwarzhalstaucher und Graureiher. Unter den Fischen sind Karpfen und Barbe als heimische Arten hervorzuheben sowie der amerikanische Barsch in den Stauseen als eingeführte Art.

Die Serra dei Montsec

Die Serra von Montsec ist ein Kalkgebirgszug mit einer Länge von über 40 km und einer Ausdehnung von 18696 Hektar in den Landkreisen La Noguera und El Pallars Jussà. Die riesige Erosionskraft der Flüsse Noguera Pallaresa und Noguera Ribagorçana haben es geschafft, die beeindruckenden Schluchten Mont Rebei und Terradets zu graben, durch die das Gebirge heute in drei Teile gegliedert wird: von West nach Ost Montsec d`Estall (Aragón), Montsec de Rúbies und Montsec d`Ares.

Andere naturgebiete von interesse

  • El Montserc D'Ares(Vessant Nord i Sud). Der Montsec mit mehr als 180 Höhlen und starken Höhenunterschieden birgt in seiner Erde bedeutende fossile Lagerstätten. Der Nordhang des Montsec d´Ares liegt bereits im Landkreis Pallars Jussà (Spanien) und zeichnet sich durch seinen Reichtum an mittelalterlicher Baukunst beispielweise in den Gebieten von Sant Esteve de la Sarga, Alsamora, Castell de Mur und Guardia de Noguera aus. Im Süden spielen die natürlichen Möglichkeiten für viele Abenteuersportarten ein große Rolle. Im Tal von Àger befindet sich ein großer Segelflugplatz und ganz in der Nähe, in Corçà, können die Besucher den Stausee mit Kanus befahren. In der Nähe von Àger liegt der Astronomiepark der den Besuchern den Himmel mit den Gestirnen, die Natur und die Geschichte des Montsec näherbringt. 

  • Montsec de Rúbies (Nord - un Südhang). Westlich der Bergketten ermöglichen die eurosibirischen und submediterranen Gegebenheiten eine hohe Biodiversität der Fauna und Flora. Am Südhang des Montsec de Rúbies befinden sich im Steinbruch bedeutende paläontologische Fundstätten von Meià oder Cobroa. Das ziemlich felsige Gebiet ist auch ideal zum Bergsteigen und für Höhlentouren. Dort befindet sich auch das einzigartige Loch von Buli. Auf der nicht so warmen und trockeneren Nordseite herrscht Buschwerk mit dem größten Teil der mediterranen Duftkräuter vor. Gebiete wie das Tal von Barcedana, Llimiana und Bonrepós sind Ecken von großer Schönheit an der Nordseite des Montsec de Rúbies.


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