Die Welt der Pilze in den Pyrenäen bei Lleida


Das ganze Jahr über wächst in den Wäldern und auf den Wiesen der Pyrenäen eine große Vielfalt an Pilzen: die artenreiche Vegetation und das Klima auf den fast 3.000 Metern hohen Bergen sind günstig für das Pilzesammeln. Jetzt, wenn der Herbst kommt, und insbesondere in den Monaten Oktober und November gibt es die meisten.

Deshalb sind dies wohl für Tausende von begeisterten Pilzesammlern die besten Monate des Jahres!

Ausstellungen, Treffen und Gastronomieschauen statt

Rund um die Welt der Pilze findet eine zahlreiche Ausstellungen, Treffen und Gastronomieschauen statt.
In unserer Region sind besonders hervorzuheben:

OKTOBER 2013

 

5. und 6. Fira de l’Empelt (Landwirtschaft und Kunsthandwerk)

Peracamps-Llobera. El Solsonès

Neuauflage der Messe aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Schau antiker Berufe, traditionell gefertigte Produkte rund um Wild, Wein und Pilze.

973 48 38 29 - 973 48 23 10
http://llobera.ddl.net

 

Wochenenden vom 5. bis 27 12. Mykologische Tage des Pallars Jussà

El Pallars Jussà

Gesprächsrunden in mehreren Dörfern im Landkreis, Verkostungen von Pilzgerichten und Ausflüge in verschiedene Wälder.

973 65 01 87
pallarsjussa.cat

 

6. Herbstmarkt 

Sant Llorenç de Morunys, El Solsonès

Messe, auf der verschiedene Erzeugnisse wie Pilze, Jagdhunde, Utensilien für die Feldarbeit, usw. ausgestellt und verkauft werden.

973 49 20 50 - 973 48 23 10
http://santllorens.ddl.net/

 

11. 12. und 13. 19. Gastronomische Tage rund um den Pilz im Landkreis L’Alta Ribagorça

El Pont de Suert i Cóll,

l’Alta Ribagorça

Die Restaurants Hostal Casa Prades und Las Cumbres del Pont de Suert sowie Casa Peiró de Cóll bieten Pilzmenüs aus heimischen Erzeugnissen an.

973 69 04 02
www.turismealtaribagorca.cat

 

12. und 13. Pilzmarkt rund um den Edelreizker

Coll de Nargó,

l'Alt Urgell

Das Fest besteht aus deinem Wettbewerb der Pilzesammler, einem Pilzmarkt und dem Verkauf von traditionell gefertigten Produkten sowie einem Mittagessen.

973 38 30 48

 

18. 19. und 20. 19. Gastronomische Tage rund um den Pilz im Landkreis   L ’Alta Ribagorça

Caldes de Boí und Llesp,

L’Alta Ribagorça

Die Restaurants Manantial de Caldes de Boí und Villa Maria de Llesp bieten Pilzmenüs aus heimischen Erzeugnissen an.

973 69 04 02
www.turismealtaribagorca.cat

 

18. bis 20. 6. Pilz- und Pilzesammlermesse

Solsona, El Solsonès

Messe auf der Pilze ausgestellt und verkauft werden und auch traditionell gefertigte Produkte des Landkreises zu finden sind. Gesprächsrunden, Exkursionen zur Förderung des Umweltbewusstseins und der Achtung der Natur.

973 48 20 03 - 973 48 23 10
solsonesfires.cat

 

25., 26. und 27.   19. Gastronomische Tage rund um den Pilz im Landkreis   L’Alta Ribagorça  

Erill la Vall, Boí, und El Pont de Suert

L’Alta Ribagorça

Die Restaurants l’Aüt d’Erill la Vall, Casós de Boí und Ribera del Pont de Suert  bieten Pilzmenüs aus heimischen Erzeugnissen an.

973 69 04 02
www.turismealtaribagorca.cat

 

26. Pilzwanderung

El Pont de Suert

L’Alta Ribagorça

Pilzwanderung und Kennenlernen verschiedener Arten von Pilzen sowie Ausstellung gesammelter Pilze. Start um 9.00 Uhr ab Pont de Suert.

http://cearpontdesuert.blogspot.com.es/search/label/Wandersport

 

26. und 27. Herbstmesse Tírvia

Tírvia,

El Pallars Sobirà

Eine der traditionsreichsten Messen der Pyrenäen. Verkauf von (Kunst-)Handwerk sowie Agrar- und Nahrungsmitteln der Region: Pilze, Käse, Konfitüren, Schokolade, Liköre und vieles mehr. Vorführungen, Aktivitäten und Workshops für Groß und Klein.

973 62 20 73
http://tirvia.ddl.net

 

27. Fira boletus

Isona, El Pallars Jussà

Mit Ausstellern aus den Sektoren Nahrungsmittel und Handwerk. Die Messe ist Bestandteil der Mykologischen Tage des Pallars Jussà . Dazu Boletus-Wettbewerb, Gastronomieschau und Pilzausstellung.

973 66 50 62
isona.cat

 

31. Oktober bis 3. November   19. Gastronomische Tage rund um den Pilz im Landkreis L’Alta Ribagorça.

Iran, El Pont de Suert, Taüll und El Pla de l’Ermita,

L’Alta Ribagorça

Die Restaurants Haus Joanot d’Iran, Casa Prades del Pont de Suert, El Fai de Taüll und Asador Sidreria Karpanta del Pla de l’Ermita  bieten Pilzmenüs aus heimischen Erzeugnissen an.

973 69 04 02
www.turismealtaribagorca.cat


2 November "Festa del Cep" und "Fira Ramadera de Tots Sants"

Vilaller, l'Ata Ribagorça

Praktische Ratschläge und Grundlegende Richtlinien

Pilze sind ein wichtiger Teil der natürlichen Ökosysteme und dürfen daher nicht willkürlich abgebrochen oder mitgenommen werden.

Es sind nicht nur pilzkundliche Kenntnisse erforderlich, sondern eine gewisse Bildung und Erziehung in Sachen Natur und Umwelt, die anderen Pilzfreunden und auch uns selbst zugute kommen.

  • Nichts im Wald zurücklassen.
  • Niemals Feuer anzünden oder rauchen.
  • Zweige und Äste oder lebende Pflanzen nicht beschädigen.
  • Pilze nur mit dem Messer abschneiden um das Myzel zu schützen.
  • Keine Harken oder andere Werkzeuge zum Durchwühlen der Blätter benutzen, da sonst das Myzel zerstört wird.
  • Die Pilze in einem Weidenkorb sammeln und nicht in einer Plastiktüte, da sie sonst zerdrückt werden und abbrechen. Und wenn die Pilze nicht atmen, kann das ihren Geschmack und ihr Gewebe beeinträchtigen.
  • Nur Pilze nur in gutem Zustand und wenn sie wirklich gebraucht werden sammeln.
  • Nicht mit Autos oder Motorrädern in den Wald fahren.
  • Respektieren Sie das Eigentum der anderen. Oftmals ist es ihre Einkunftsquelle.
  • Und schließlich: Denken Sie daran, dass der beste Pilzesammler der ist, der keine Spuren im Wald hinterlässt.

Vergiftung

  • Die goldene Regel besagt: Sammle nichts, von dem du nicht absolut sicher bist, dass es sich um eine dir bekannte essbare Art handelt. Aufgrund der großen Vielfalt der Pilzarten und der Gefahr, sie zu verwechseln ist große Vorsicht erforderlich.
  • Der rechtzeitige ärztliche Eingriff kann bei Verzehren eines giftigen Pilzes lebensrettend sein, aber bei einigen Pilzen ist das Gift erst erkennbar, wenn es schon zu spät ist. Daher ist es gut zu wissen, dass keine Bauchschmerzen zu haben noch lange nicht heißen muss, dass alles, was wir essen gesund und gut für uns ist.
  • Es gibt zwei Arten von Vergiftung: mit kurzer und mit langer Latenzzeit.
  • Die erstgenannten werden nach einigen Minuten oder wenigen Stunden entdeckt und sind in der Mehrheit der Fälle gutartig. Die häufigstenSymptome sind Bauchschmerzen, da eine Substanz des Pilzes die Magenwände oder den Darm angreift. Dies führt zu Erbrechen und Durchfall und dem „Muskarin-Syndrom”, bei dem es außerdem zu Seh- oder Herzrhythmusstörungen sowie zu Störungen des Nervensystems kommen kann. In allen Fällen ist schnell ein Krankenhaus aufzusuchen oder es muss eine genaue Diagnose gestellt werden. Falls möglich, sind Reste der verzehrten Pilze oder gegebenenfalls erbrochene Reste mitzunehmen.
  • Vergiftungen mit langer Latenzzeit sind erst nach mehreren Stunden oder sogar Tagen festzustellen. Dann ist eine Magenspülung nutzlos und das Gift hat sich bereits im Organismus verbreitet. Die schlimmsten Vergiftungen und die meisten tödlichen verlaufen auf diese Weise. Die Rettung ist abhängig von der verzehrten Menge, vom Gesamtzustand des Organismus und von der Länge der verstrichenen Zeit.
  • Von den 2.000 in Katalonien beschriebenen Pilzarten sind ungefähr 180 essbar, um die 30 werden als giftig eingestuft, aber weniger als 12 sind tatsächlich tödlich.

Falsche Gerüchte über Pilze. Unwahr ist, dass...

  • in der Nähe von Müll oder Schmutz wachsende Pilze giftig sind. Es besteht Keine Verbindung aber sie sollten besser nicht verzehrt werden, da sie verdorben sein können.
  • Pilze, die von Tieren gefressen oder angenagt wurden, sind gut. Stimmt Nicht. Einige Nachtschnecken fressen den tödlich giftigen grünen Knollenblätterpilz.
  • Gute Pilze wachsen nicht neben giftigen. Stimmt Nicht. Das kann vorkommen.
  • Jeder richtig gegarte Pilz ist verzehrbar. Stimmt Nicht. Einige Pilze enthalten Giftstoffe, die durch Kochen oder Verzicht auf Kochwasser entfernt werden. Wahr ist allerdings, dass in einigen Pilzen Giftstoffe enthalten sind, die sich Nicht durch Garen entfernen lassen und die Pilze daher giftig sind.
  • Wenn durch das Kochwasser Silberlöffel oder -münzen oder Knoblauch schwarz werden ist der Pilz nicht giftig. Stimmt Nicht. Das trifft nur auf einige Arten zu, ist aber im Allgemeinen kein guter Rat.

Wissenswertes

  • Haben Sie das gewusst? Pilze können nach dem Sammeln auf einem Tuch ausbreitet und in der Gemüseschale im Kühlschrank einen Tag lang aufbewahrt werden.
  • Haben Sie das gewusst? Steinpilze, die ganz unberechenbar in manchen Jahren in großen Mengen und in anderen nur spärlich wachsen, können bis zu 3 kg schwer werden. Denken Sie daran, dass Pilze durch Einfrieren an Geschmack verlieren. Daher vor dem Einfrieren die Pilze einfach dünsten und luftdicht in einem Beutel verschließen.
  • Haben Sie das gewusst? Pilze sollten so schnell wie möglich verzehrt werden. Sonst können sich auf ihnen versehentlich mitgesammelte Würmer ausbreiten.
  • Haben Sie das gewusst? Ein Edelreizker gibt ausreichend Energie für eine weitere halbe Stunde Pilzsuche.
  • Haben Sie das gewusst? Im Mittelalter rankten sich Mythen und Legenden beispielsweise um Mehlpilze, die mit Hexerei in Verbindung gebracht wurden.

Empfehlungen

  • Denken Sie daran ... Arten wie der Nelkenschwindling, der große Kiefernschneckling oder der Parasolpilz dürfen aufgrund der in ihnen enthalten Giftstoffe niemals roh verzehrt werden.
  • Denken Sie daran ... Bewahren Sie Pilze, von denen Sie einen Teil verzehrt haben im Kühlschrank auf, um im Fall einer Vergiftung die Art bestimmen zu können.
  • Denken Sie daran ... Pilze sollten so schnell wie möglich verzehrt werden. Sonst können sich auf ihnen versehentlich mitgesammelte Würmer ausbreiten. Nach dem Sammeln sollten die Pilze gegessen oder gut aufbewahrt werden. Bevor man sie jedoch kocht oder einmacht, muss sichergestellt werden, dass sie gut sind. Sind Sie sich nicht sicher, so wenden Sie sich an einen Pilzberater oder vergleichen sie die Pilze mit Fotografien und Illustrationen in einem guten Pilzbuch, da essbare Arten leicht mit giftigen verwechselt werden können. Werfen Sie die Pilze im Zweifelsfall lieber weg.
  • Denken Sie daran ... Nach dem Auswählen der unterschiedlichen Pilze müssen sie unter fließendem Wasser vorsichtig und ohne Verwendung eines Mittels gewaschen werden und anschließendabtropfen. So erhalten Sie ihren Waldgeschmack.
  • Denken Sie daran ... Pilze wachsen nur zu ganz bestimmten Zeiten, aber sie können ganzjährig verzehrt werden. Deshalb gibt es unterschiedliche Methoden sie zu konservieren. Die bekanntesten Methoden sind Trocknen, Einlegen ins Wasserbad, Öl, Lake, oder Essig sowie Einfrieren. Die Pilze sind dann bereit zum Verzehr und können über lange Zeit aufbewahrt werden.

Informationen zur Verfügung gestellt vom Rat des Gemeindeverbands l’Alta Ribagorça






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